|
|
Wie alles begann...
Seit 1965 spielte unter der Leitung von
Karl Wicke eine Gruppe von Sportlern in den Gartenvereinen „Rautheimer Winkel“
und „Lindenberg V“ an zwei Tischen Tischtennis.
Aufgrund der Kontakte zur Deutschen
Schreberjugend (DSJ) – Landesgruppe Braunschweig trat man im gleichen Jahr der
Bezirksgruppe Augusttor bei.
Im Jahr 1966 gelang es aufgrund der
starken Nachfrage in der gerade fertig gestellten Turnhalle der Schule
Lindenberg, zwei Abende (Mo. + Fr.) für den Tischtennissport zu buchen. Diese
beiden Wochentage sind seit 40 Jahren unverändert die Trainingstermine der
Tischtennisabteilung geblieben. Ein erstes Training fand am 02.05.1966 statt.
Die Namen der ersten Stunde lauteten Karl Wicke, Reinhard und Klaus-Jürgen
Krone, Siggi Mittelstaedt, Uwe Wolf, Wolfgang und Jürgen Willrich, Manfred
Grabenhorst, Hans-Otto Hermann, Detlef Behrbohm und Peter Schacht.
Der offiziellen Gründung des TTC Grün-Gelb
Braunschweig am 14. Dezember 1966 im „Gartenverein Lindenberg V“ stand nichts
mehr im Wege (an diesem Tag wurde Willy Brandt übrigens Außenminister).
Die Vereinsfarben Grün und Gelb wurden
kurzer Hand denen der Schreberjugend entliehen. Genau genommen sind wir am
heutigen Tag also erst 39 Jahre und knapp 5 Monate alt.
Von der Abteilung der Schreberjugend zum
eigenständigen Sportverein
Da man auch Wettkämpfe um Punkte
gegen andere Mannschaften bestreiten wollte, trat der TTC 1968 dem
Landessportbund Niedersachsen bzw. dem Niedersächsischen Tischtennisverband bei.
So entstand mit dem TTC Grün-Gelb ein eigenständiger Sportverein innerhalb der
DSJ.
Ab diesem Jahr nahm der TTC mit zwei Herren- und einer Jugendmannschaft an
Punktspielen teil.
Durch eine gute Jugendarbeit und ehrgeizigem Training gelang es schnell einen
ansprechenden Leistungsstand zu erreichen.
Angeregt durch die Aktivitäten der Tischtennis-Abteilung und dem damaligen
Hausmeister der Schule Lindenberg, Karl Göttert, sowie vielen weiblichen
Interessenten am Badmintonsport, wurde am 21.10.1977 die Badminton-Abteilung (BC
Grün-Gelb) als neue Sparte des TTC gegründet. Darin fanden sich auch einige
Ehefrauen der Tischtennisspieler wieder. So wurde nicht selten der Freitag als
gemeinsamer Trainingstag noch zu einem kleinen Umtrunk danach genutzt.
Der BC trat dem Niedersächsischen Badmintonverband bei, um ebenfalls am
Punktspielbetrieb teilnehmen zu können. Auch der BC machte so schnell
Fortschritte. Vorübergehend gab es leider auch ein paar magere Jahre, an denen
keine Mannschaft gemeldet werden konnte. Inzwischen hat sich die Abteilung
längst wieder erholt und nimmt mit zwei Mannschaften (zum Teil im Verbund mit
dem FC Rautheim) und auch mit zwei Jugendmannschaften an sportlichen Vergleichen
teil.
Am 3. August 1983 wurde die dritte Abteilung des TTC gegründet – die Rhythmische
Sportgymnastik. Angeführt von Christa Lütge und erfahrener Übungsleiterinnen traf man sich in der Turnhalle
der Schule Mascheroder Holz (anfangs sogar noch im Vereinsraum „Roxy“).
Leider gab es im Laufe der Jahre, auch
bedingt durch die verschiedenen Verantwortlichkeiten und
Vorstandüberschneidungen, mit der DSJ zunehmend Schwierigkeiten. Um auch nach
außen die Eigenständigkeit des Vereins TTC Grün-Gelb zu dokumentieren, erfolgte
1987 als logische Folge die Trennung von der DSJ. Seit dieser Zeit trägt der TTC
auch den Zusatz „e.V.“ und ist damit als eingetragener Verein im Vereinsregister
geführt.
Dies liegt nun schon einige Jahre zurück
und viele der jetzigen Aktiven kennen gar nicht mehr diese Ursprünge des TTC.
Weitere wichtige Stationen auf dem Weg zum
heutigen Verein waren die Mitglieder-Werbeaktion (1992), die sehr erfolgreich
verlief und die richtungsweisende Arbeitstagung im April 1993, die den Verein
für die Zukunft attraktiv und fit machen sollte. Ergebnis war die Gründung von
drei neuen Sparten (Mutter-Vater-Kind-Turnen, Kinderturnen,
Kinder-Sport-Spielgruppe). Auch Ende 1997 machten wir mit einer
Werbezettel-Aktion 10.000 Stück) im Einzugsgebiet des TTC auf unseren Verein
aufmerksam und neugierig.
Mit der Übernahme zweier Gymnastikgruppen
des insolventen Post SV wurde 2002 die Mitgliederzahl von 200 in nunmehr 8
Sparten erstmals übertroffen.
Zur Zeit (Stand: April 2006) haben 228
Frauen, Männer und Kinder viel Spaß bei Tischtennis, Badminton, Nordic-Walking
und Sport- und Turngymnastik in nunmehr 9 Abteilungen.
So viele Meisterschaften konnten natürlich
nur gelingen, wenn zwischendurch auch mal bitte Abstiege verkraftet werden
mussten. Die wollen wir hier nicht gänzlich verschweigen, denn auch sie und der
Umgang damit gehören zu unserem Sport dazu.
Das Kapitel "Erfolge", das
wir in unserer Jubiläumsausgabe der Vereinszeitung abgedruckt haben sei an
dieser Stelle ausgenommen. Wir verweisen hierzu auf die
Hall of Fame der Tischtennisseite.
Feiern,
Reisen, Ausflüge und andere Höhepunkte
Neben den sportlichen Höhepunkten kam
natürlich auch der gesellige Teil beim TTC nie zu kurz. So erinnern wir uns gern
an die vielen Abende – auch direkt nach dem Training - in den mit den Jahren
wechselnden Vereins- und Stammlokalen bei Bier, Brötchen, Bouletten, Currywurst,
Pizza, Skat, Flippern und Knobeln.
Folgende Vereinslokale wurden in den 40
Jahren gern besucht: die Kantine der Gartenvereine Lindenberg, Oase,
Holstenritter, Nolte und Frede in Mascherode, Zum Lindenberg, Fischerkrug,
Altewiekschenke, Zum Goldenen Anker am Welfenplatz und heute wieder bei Frede im
Eichenwald. Heute gibt es leider kein echtes Vereinslokal mehr, neuerdings wird
auch gern das Da Mirella in Rautheim oder bei Auswärtsfahrten im Osten
Braunschweigs das Michelangelo oder das Schlemmerstübchen angesteuert.
Zu erwähnen sind die vielen schönen, schon
lang vergangenen Stunden mit den anderen Abteilungen der Deutschen
Schreberjugend: Volkstanz, Kinder- und Jugendgruppen. Besonders die
Bundes-TT-Turniere der DSJ in Berlin, Kamen, Essen, auch in Braunschweig und auf
der Katlenburg gehörten genauso dazu, wie die vielen Feiern vor allem im
Vereinsraum „Roxy“ am Welfenplatz.
Ebenso die Teilnahme an vielen Feiern wie
die Südstadt- und Lindenbergfeste, selbst bei Harz und Heide, die
Abschlussfeiern bei Reinhard Krone, die Kellerfeten bei Jürgen Willrich, die
Schleifchenturniere mit allen Abteilungen, die TTS-Spaß-Turniere, die vielen
internen Pokalturniere und Vereinsmeisterschaften, die Braunkohl- und
Fahrradwanderungen, die Ausflüge nach Berlin, Frankfurt und Hamburg und nicht
zuletzt die Feiern im „Roxy“ (Stichwort Märchenwald) und die Frühlingsfeste im Rautheim - Eck haben wesentlich das Vereinsleben des TTC geprägt.
Unvergessen bleiben für viele auch die
zahlreichen Freundschaftsspiele – gerade auch in der Wendezeit gegen Vereine aus
Sachsen-Anhalt (Wasserleben, Magdeburg). Highlights waren auch das
Freundschaftsspiel gegen den damaligen Regionalligisten Concordia Braunschweig
(Mai 1980) oder die Teilnahmen an mehreren Turnieren der BfA in Berlin.
Zum 25–jährigen Jubiläum trafen wir uns
am 4. Mai 1991 im Eichenwald bei Frede. Das Jubiläum zum 30–jährigen Bestehen
feierten wir am 01. Juni 1996 auf dem Gelände der Schule Lindenberg.
Dass der TTC auch besonders familiär
geprägt ist, belegt nicht nur die Familie Willrich. Sie sind gleich als
komplette Familie als aktive Mitglieder eingetragen. In unserer Mitgliedsliste
tauchen viele weitere Familiennamen doppelt und noch häufiger auf.
Im Tischtennis waren das insgesamt sogar
mal fünf Väter, die alle gleichzeitig mit ihren Söhnen aktiv waren (Willrich,
Post, Wendt, Kosensky, Völpel). Im Jahr 1991 bestand die 1. Mannschaft zur
Hälfte aus der Familie Wendt (Dieter, Friedel, Olaf).
...und der TTC der
Zukunft?
In der Chronik von 1991 zum 25-jährigen
Jubiläum hob man hervor, dass der Verein finanziell gesund ist und sportlich wie
auch gesellschaftlich mit dem Erreichten zufrieden sein kann.
Trotz allgemeiner Einsparungsprogramme hat
sich in unserem Verein zum Glück daran nichts geändert – im Gegenteil: nicht nur
die Mitgliederzahlen und das breiter gefächerte Sportangebot zeigen, dass unser
Verein dem oft festzustellenden Trend der Loslösung einer breiten
Bevölkerungsschicht vom Vereinsleben und einem gemeinschaftlichen Miteinander in
gelungener Art und Weise entgegenwirkt.
So denken wir auch heute, dass der Verein
durch
- die Integration vieler Gleichgesinnter,
- mit der Gesundheitsförderung in Zeiten
„kranker Kassen“ und
- der Steigerung des Freizeitspaßes
der Aufgabe dem Gemeinwohl zu dienen,
weiter nachkommen kann.
Das Aufgreifen aktueller Fitnesstrends mit
der Gründung der Nordic Walking-Abteilung und eine zeitgemäße Homepage als
Kommunikationsplattform zeugen von der Modernität des Vereins. Wir hoffen, dass
wir damit auch zukünftig eine gute Adresse und Anlaufstelle für interessierte
Sportler sein werden.
So möchten wir gerne diesen Status quo und
den guten Ruf nicht nur festigen, den wir in all den Jahren erreicht haben,
sondern auch noch weiter ausbauen. Dies gilt sowohl für die Vereinsarbeit, als
auch für die Aktivitäten in den verschiedenen Verbänden, im Südosten
Braunschweigs oder auch über die Stadtgrenzen hinaus.
Wir schauen daher
optimistisch und voller Zuversicht in eine
(nicht nur) grün-gelbe
Zukunft!
(D. Völpel, Mai 2006)
alle Angaben ohne Gewähr
|
|